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Der Verein Bayerische Kanugeschichte trauert um seinen
Kassenprüfer Jupp Seufert, der am 17. April 2009 einem Herzinfarkt erlag.
Jupp Seufert war Gründungsmitglied des Vereins Bayerische
Kanugeschichte. Er war 23 Jahre lang Bezirksvorsitzender von Unterfranken und
achtete hoch den Stellenwert der Kanu-Historie. Unter seinem Vorsitz wurde auch
der Bezirk Unterfranken Mitglied.
In der Erinnerung seiner Sportkameraden wird er als Mann mit
viel Gewicht lebendig bleiben. Es gibt Menschen, die mit ihrem Charisma einen
Raum füllen, sobald sie ihn betreten. Er gehörte dazu. Jupp war einfach da –
bei Regatten, im Kampfrichterwagen, bei Tagungen und repräsentierte hier in den
letzten 23 Jahren den BKV-Bezirk Unterfranken. Beharrlich und mit großem
Durchsetzungsvermögen vertrat er dabei seine Position. Und dabei machte er es
seinen Weggefährten nicht immer einfach.
Jupp Seufert war in jungen Jahren ein sehr aktiver und
vielseitiger Sportler. Bis zu seinem 30. Lebensjahr übte er sich im Fechten. Im
Skilanglauf und Biathlon stand er auf dem Siegertreppchen, und sogar am
Wasa-Lauf in Schweden nahm er mehrfach teil. Sogar als Lebensretter hat er sich
verdient gemacht und dafür 1994 die Bayerische Lebensrettungsmedaille erhalten.
Aber seine große Liebe gehörte immer dem Kanusport. Ab 1949
Mitglied im KSC Gemünden, sammelte er sportliche Erfolge bei zahlreichen
bayerischen, süddeutschen und südwestdeutschen Meisterschaften im
Kanurennsport. Sogar an Wildwasser-Abfahrtsrennen beteiligte er sich in jungen
Jahren.
Es gab kaum ein Ehrenamt, das er im Laufe der Jahre in
seinem Verein nicht inne hatte: Seufert betätigte sich als Jugendwart, Rennsportwart,
Pressewart, Wanderwart, Bootswart und 2. Vorsitzender, manchmal in mehreren
Ämtern gleichzeitig. 1975 ließ er sich zum Fachübungsleiter Kanu ausbilden. Er
erwarb Kampfrichterscheine im Kanumarathon und im Kanurennsport sogar den
internationalen Kampfrichterausweis. Von 1980 bis 1991 fungierte er im BKV als
Kampfrichterobmann.
Im Bezirk Unterfranken bekleidete Jupp Seufert von 1965 bis
1975 das Amt des Jugendwarts. Von 1975 bis 1985 war er Rennsportwart und seit
1985 überall als Bezirksvorsitzender bekannt.
Doch sein persönlicher Einsatz erstreckte sich bis zuletzt
weit über das Amt eines Funktionärs hinaus. Mit Vehemenz kämpfte er für den
Erhalt der Sinn und der Fränkischen Saale, seinen Heimatflüssen, für den
Kanusport.
Bei so viel persönlichem Engagement blieben Ehrungen nicht
aus. Der Bayerische Kanu-Verband verlieh ihm alle Ehrenzeichen bis zum
Ehrenteller. Vom Deutschen Kanu-Verband erhielt er die Verdienstnadel, vom
Bayerischen Landes-Sportverband 2003 die Ehrennadel in Gold. 2006 zeichnete ihn
die Bayerische Staatsregierung für besondere Verdienste im Sport aus.
Der Bayerische Kanu-Verband und der Verein Bayerische Kanugeschichte
werden sein Andenken stets in Ehren halten. Unser Mitgefühl gilt seinen
Angehörigen.
Gerd
Mietusch, 1. Vorsitzender Verein Bayerische Kanugeschichte Präsident Bayerischer
Kanu-Verband |