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Wegbereiter des Kajakslaloms in Deutschland

Autor unbekannt

Ferdinand Staelin, Vorsitzender des IKSA und erster Kajakslalomreferent im DKV, war der geistige Vater des Kajakslaloms in Deutschland. Im Bereich der Organisation und des Streckenaufbaus taten sich besonders C.I.Luther (München), Rudi Landgraf (Zwickau), Alfred Waldheim (Breslau), Theo Bock, Max Schmid und Hugo Schmidt (alle München) hervor. Letzterer machte sich insbesondere mit Berichten im Kanusport über Strömungslehre und Kampfrichterschulungen und um die Theorie im Slalomsport verdient.
Wer aber waren die Männer und Frauen in den Booten und auf dem Wasser? Die Nr. 1 war eindeutig Rudi Landgraf, es folgten Renz (Ulm) und Wunderlich (Glauchau), Tussing (Düsseldorf), Linsmaier (München), Gächter, Hofmann (beide Ulm) und Sonntag, Hartinger, Hammermüller, Uhlmann (alle Müchen). Beim schwachen Geschlecht, die beim ersten Wettkampf (München, 29.08.1937) überhaupt nicht mit der Strecke zurechtkamen wäre zu nennen: Kemeter (München), Landgraf (Zwickau), Wohlschlager (München), Hartig (Glauchau) und Ott (Ulm).
Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurden dem DKV, oder wie er nach einer Neuorganisation des deutschen Sportes hieß: Fachamt Kanusport, die Slalommänner der ersten Stunde eingegliedert: Brunner, Meisinger (Wien), im Bereich der Organisation und die Sportler Kalisch (Enns), Vogler, Popovich, Floh und Frühwirth (alle Wien).





Mit dem Jahr 1938 war dem Kajakslalom der endgültige Durchbruch gelungen. Im Jahre 1939 wurden im Gebiet des Deutschen Reiches bereits 14 Slalomwettkämpfe, davon 2 internationale in Zwickau und München sowie Jugendmeisterschaften im Kajakslalom in Ulm ausgerichtet.
Eine Deutsche Meisterschaft gab es in diesen Jahren noch nicht. Erst ab dem Jahre 1941 wurden bei mehreren Wettkämpfen in Zwickau, München und Steyr sogenannte Reichsbeste ermittelt.
Der ungeahnten Entwicklung im Slalomsport sezte der 2. Weltkrieg ein vorläufiges Ende. Erstaunlich sind trotzdem die statistischen Zahlen der letzten Kriegsjahre. 1940 wurden 17 Slalomveranstaltungen ausgerichtet. 1941 stieg diese Zahl auf 31 und 1942 auf 37 an. Noch im vorletzten Kriegssommer fanden 29 Slalomveranstaltungen statt.
In den Jahren 1944 und 1945 wurden im Deutschen Reich praktisch keine Kanusportveranstaltungen ausgerichtet. Die Träger unserer Sportart waren an der Front und wurden für Sportveranstaltungen nicht mehr beurlaubt. (Quelle/Aufsatz: 50 Jahre Kanuslalom, Autor und Jahr unbekannt)

Verfasser: unbekannt
Zusammenstellung: Ilse Entner, 10/2015
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