Schwarz auf Weiß

Karl d'Ester (1881 – 1960) war ein deutscher Zeitungswissenschaftler. In seinem 14,5 x 20,5 cm großen Buch „Schwarz auf Weiß – ein Leben für die Jugend, die Wissenschaft und die Presse“ aus dem Jahr 1951, herausgegeben vom Verlag Pohl & Co, München, erzählt er auf 288 Seiten eigentlich seine Memoiren. Aber dazu gehören nicht nur Literaturwissenschaften, sondern untrennbar auch der Kanusport.

So sind im Buch enthalten – und für die Kanuhistorie besonders interessant – die Artikel über „seinen Freund“ Alfred Heurich u. a. Pioniere des Faltboots (ab Seite 190).

Karl d'Ester sieht Heurich als „Freund der Natur und Wohltäter der Menschheit“ und ist stolz darauf, von ihm „als einer der ersten sein Kajak-Faltboot und seine Paddelheilweise kennengelernt“ zu haben. Der Autor beschreibt authentisch, weil aus erster Hand und nicht vom Hörensagen, die Entstehung des Faltbootes und staunt über dessen schnelle und weite Verbreitung: „Zu Tausenden wandern heute die deutschen Faltboote in die Welt. Ich bin auf einer wissenschaftlichen Reise in Japan einem deutschen Kaufmann begegnet, der mich zu einer Fahrt in seinem Delphin-Faltboot einlud und nicht wenig erstaunt war, zu hören, daß ich selbst schon viele tausend Kilometer in dem meinen zurückgelegt hätte und mit dessen Schöpfer gut befreundet sei. …“

D’Ester schreibt begeistert über Heurich: „Ich stelle dabei fest, daß Geist und Leib des Erfinders des Faltboots jugendfrisch geblieben waren, getreu seinem Wahlspruch: ‚Mit 100 Jahren jung sterben!‘“

Mit einem Klick auf das Titelbild des Buches öffnet sich ein PDF mit den Seiten über Alfred Heurich.

Das Buch „Schwarz auf Weiß“ hat Erich Konopicky (München) im Jahr 2015 dem Verein Bayerische Kanugeschichte zur Verfügung gestellt, in dessen Archiv es gut verwahrt ist.

Uschi Zimmermann (04-2026)

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