Regensburger Strudelfahrt (1924 – 1937, dann wieder in den 1970er Jahren bis ???)

Auf Anregung des damaligen 2. Vorsitzenden des Kanu-Clubs Regensburg, Carl Binder, wird 1924 die erste Regensburger Strudelfahrt durchgeführt, die bis 1937 zehnmal wiederholt wird.

Teilnehmer sind jeweils Kanuten aus allen Gauen Deutschlands.

Die Zuschauerzahlen an der Thundorfer Straße und auf der Steinernen Brücke sind die größten, die bis dahin jemals Regensburger Sportveranstaltungen zu verzeichnen haben. Zwischen den einzelnen Rennen sorgen Einlagen für Unterhaltung. Unter anderem versucht jährlich Neptun mit Bart und Dreizack, in einem Schlauchboot stehend, den Strudel zu durchfahren. Bestellte Umwerfer im Strudel sorgen für Sensation. Die Sicherung übernehmen die Regensburger Fischer mit ihren Kähnen, startbereit an den Brückenpfeilern.

Ein besonderer Glanzpunkt ist die 5. Regensburger Strudelfahrt am 26. August 1932, bei der die Deutschen Langstreckenmeisterschaften im Faltboot ausgetragen werden. Der Start liegt bei Abbach und Matting, das Ziel ist die Steinerne Brücke. 39 Vereine starten mit 126 Teilnehmern und 90 Booten. Sogar ein Faltbootachter mit Steuermann durchfährt den Strudel.

Auszug aus Chronik „100 Jahre Bayerischer Kanu-Verband“

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