Nürnberger Sportwochenslalom (1948 –1969)

21 Jahre hatte der Nürnberger Sportwochenslalom Tradition. Dann setzte der Bau des Wöhrder Sees der Slalomstrecke ein Ende.

Ort:
Pegnitz, Wöhrder Talübergang / Satzinger Mühle; Regnitz (ab 1967- 1969)

Ausrichter:
RSV Nürnberg-Fürth, TVdN Nürnberg,  Bezirk Mittelfranken unter Slalomwart W. L. Albrecht (Schwabach)

Teilnehmer:
85 Teilnehmer und 17 Mannschaften aus 15 Vereinen (1959)

Wettkämpfe:
Kreismeisterschaften 1948, 1950, offene Mittelfranken-Meisterschaften, am 4. Juli 1965 Sportwochenslalom

Besonderheiten:
Die Strecke wurde sehr schwierig genannt, „die wegen ihrer ‚unnachgiebigen‘ Ufer zu den tückischsten in ganz Deutschland zählt.“ (Quelle: Zeitungsartikel des TSV Lohr von 1950)

„Manches unfreiwillige Bad …“ beschrieb schon die Überschrift des Zeitungsartikels zu den Mittelfranken-Meisterschaften 1956 der Kanuten auf der Pegnitz die Spannung:
„Nürnberg, 16. Juli. Mit leichter Gänsehaut auf dem Rücken mochte mancher der Passanten gestern am Wöhrder Talübergang die rund 50 unerschrockenen Kanuten bestaunt haben, die auf der Pegnitz dort in verschiedenen Klassen auf einer mit Toren abgesteckten Strecke von 150 m ihre diesjährigen mittelfränkischen Slalom-Meisterschaften austrugen.
Schon die Gischt des an dieser Stelle recht wild schießenden Wassers allein reichte aus, die Sportler mit ausreichend kühlem Naß zu überspritzen. Aber vielen wurde sogar ein kaltes Vollbad nicht erspart, denn nicht allen Teilnehmern gelang es, über die Tücken glatt hinweg zu kommen. Sehr zur Schadenfreude der vor allem am Nachmittag in ansehnlichen Trauben an den interessanten Stellen postierten Zuschauern, die aber ebenso ehrlichen Beifall spendeten, wenn wieder einmal ein Durchgang gelungen war.“

Das Ende:
„In den 60er Jahren verlor Nürnberg eine gute Slalomstrecke durch den Bau des Wöhrder Sees. Auf dem Nürnberger Slalom am Wöhrder Wehr waren manchmal bis zu 2.000 Zuschauer versammelt. Der Kanubezirk MitteIfranken unter dem damaligen Bezirksvorsitzenden Willi Benjak versuchte zwar, eine Slalomstrecke am Wehr neu zu bauen, dies konnte aber aus Kostengründen nicht durchgesetzt werden.“ (Auszug aus Chronik 50 Jahre Kanuabteilung des ESV Nürnberg-West Fürth)

Zusammenstellung: Uschi Zimmermann (10/2023)

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