Steiner-Werft, Riederau

Im Frühjahr 1919 stellte Karl Steiner erste Boote in Leipzig auf einer Kanu-Ausstellung aus. 1920 gründete er mit Hans Hart die BA.FA.WE. Er verließ die Firma jedoch bereits Ende 1921, um die Steiner-Werft in Riederau weiterzuführen.

In einer Anzeige im Kanu-Sport Nr. 1 von 1922 gab die Firma bekannt, dass „das allbekannte Steiner-Faltboot – neuestes Modell – nur noch direkt vom Erfinder und Fabrikant Karl Steiner, Steiner-Werft Riederau am Ammersee, Oberbayern, erhältlich“ ist.

Rund zwei Dutzend Patente zeugen vom Innovationsgeist von Karl Steiner, der als Konstrukteur in einem Atemzug mit Johann Klepper genannt wurde. Steiner baute moderne, qualitativ hochwertige, extrem klein zu verpackende Boote her und gab zudem die Broschüre „Das Faltboot“ heraus.

Mitte der 20er Jahre stellte er Faltboot-Gerüste aus Duraluminium her, einem Hightech-Material aus dem Luftschiffbau. Wegen des hohen Materialpreises produzierte er diese Gerüste aber ebenfalls aus verzinktem Stahlrohr bzw. Holz.

1924 siedelte die Firma nach Konstanz um, 1928/29 nach Berlin.

Text: Uschi Zimmermann (11/2025) / Abb.: Archiv Verein Bayerische Kanugeschichte

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